Freitag, 22. August 2014

George - mein innerer Schweinehund

Wer kennt ihn nicht? Der innere Schweinehund begleitet jeden, ob Mensch ob Tier. Beim Menschen scheint er sich ganz besonders wohl zu fühlen. Menschen können ihn besonders schwer im Zaum halten. Das kommt vermutlich daher, dass sich viele des Schweinehunds nicht bewusst sind.
Er sitzt verborgen ganz tief im Innern und fühlt sich dort ganz besonders wohl. Ganz besonders gefällt ihm, wenn er seinen Menschen in seinem Sinne manipulieren kann. Aber was ist sein Sinn?
Eigentlich ist er nicht bösartig oder faul. Er will uns nicht zum Nichtstun verleiten. Er will im Gegenteil eigentlich nur unser Bestes! Das glauben Sie nicht?
Mein Schweinehund heißt George. Ich habe ihn so genannt, weil er irgendeinen Namen brauchte - und George war der erste Name, der mir einfiel. Nun, jetzt heißt er eben George.

George macht sich ganz besonders häufig bemerkbar, wenn ich mir etwas vornehme, das ich regelmäßig machen muss. Zum Beispiel früh aufstehen. Das muss ich machen, da ich ja mein Geld in einem Job verdienen muss, der verlangt, um eine bestimmte Uhrzeit auf der Matte zu stehen. Um 6:00 Uhr läutet der Wecker, George sagt: "ich bin müde, ich drehe mich nochmal um". Und ich drehe mich nochmal um, bzw. noch mehrmals und schlafe noch ein paar Mal ein. Warum macht George das? Warum möchte er nicht, dass ich aufstehe? Weil ich tatsächlich sehr müde bin! Und das kommt daher, dass mein Rhythmus der einer Nachteule ist. Es fällt mir sehr schwer, ins Bett zu gehen, weil ich Nachts geistig extrem wach bin und das die einzige Zeit des Tages ist, in der ich mich so richtig wohl fühle. Und bei Nachteulen ist es so, dass sie den besten und erholsamsten Schlaf in den Morgenstunden bis zur Mittagszeit haben. Somit ist George derjenige, der dafür sorgen möchte, dass ich meinen natürlichen Rhythmus einhalten soll, dass ich mich wohl fühle, indem ich die Nachtstunden für geistige Höchstleistungen ausnütze und viel gesunden Schlaf in den Vormittagsstunden bekomme.
Und warum will George nicht, dass ich z. B. regelmäßig einmal die Woche meine Wohnung putze und staubsauge? Weil mir immer der Rücken hinterher sehr weh tut und meine Hausstauballergie mir dann Nieß-/ und Husten- manchmal sosgar Asthmaanfälle beschert. George möchte, dass ich gesund bin und vor allem schmerzfrei. Somit will George eigentlich wirklich nur mein Bestes.
Und woher soll George wissen, dass man Tätigkeiten ausführen muss, die einem nicht wirklich gut tun? Man muss seinen inneren Schweinehund mit ins Boot nehmen und ihn davon überzeugen, dass nicht alles so gehen kann, wie es am Besten für uns ist. Man muss es ihm erklären und dann zusammen mit ihm eine Lösung finden, die akzeptabel ist, sowohl für den Menschen, als auch für ihn. Gemeinsam können wir viel mehr erreichen!

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